09.15.09 | Thema

Echter Schutz für das „Sylter Außenriff“

Obwohl von der Bundesregierung bei der EU als “Natura 2000-Schutzgebiet“ gemeldet, findet im „Sylter Außenriff“ täglich zerstörerische, wirtschaftliche Nutzung statt. In diesem ausgewiesenen Meeresschutzgebiet wird nicht nur Sand und Kies abgebaut. Zusätzlich durchpflügen Fischereiflotten mit Grundschleppnetzen den Meeresboden dieses artenreichen Steinriffs. Alles, was sich diesen Fanggeräten aus Stahlketten und Nylonnetzen in den Weg stellt, wird mitgenommen oder untergepflügt.

greenpeace

Die Meeresbewohner nehmen die Steine gut an...

Greenpeace hatte sich daher entschlossen, am Sylter Außenriff hunderte Natursteine zu versenken. Die tonnenschweren Felsbrocken wirken wie ein Schutzschild und sollen zerstörerische Aktivitäten verhindern. Allerdings hat inzwischen die Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Kiel dem Reeder des Transportschiffes untersagt, weitere Steine zu liefern. Greenpeace wird nun in Verhandlungen mit dem Bundesumweltministerium darauf dringen, dass Fischerei und Kiesabbau im Sylter Außenriff und anderen ausgewiesenen Meeresschutzgebieten konsequent verboten werden.

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